Vorgedüngte Erde versorgt die Jungpflanzen vollständig. Nur mit pH-korrigiertem Wasser gießen (pH 6,2–6,5, EC unter 0,4). Bei ungedüngtem Substrat ggf. eine minimale Dosis Wurzelstimulator (BioBizz Root Juice oder CANNA Rhizotonic).
Organisch oder mineralisch — zwei Wege, dieselbe Ernte
Beim Düngen führen zwei Routen ans Ziel — und die wichtigste Entscheidung fällst du am Anfang: organisch oder mineralisch?
Bio-Dünger arbeiten mit der Natur. Organische Substanzen — Pflanzenextrakte, Wurmhumus, Algenmehl, Knochenmehl, Guano, Melasse — werden über Bodenmikroorganismen und Pilze nach und nach in pflanzenverfügbare Nährstoffe aufgeschlossen. Statt ionischer Nährstoffe, die sofort wirken, gibt Bio kontinuierlich nach Bedarf ab. Das wirkt langsamer, ist aber fehlerverzeihend: Das Substrat puffert pH und Salze, eine akute Überdüngung ist bei normaler Dosierung kaum möglich. Ideal auf Erde und für alle, die noch kein EC-Meter haben. Klassiker sind organische Linien wie BioBizz oder Plagron 100 % Natural.
Mineral-Dünger liefern Nährstoffe in ionischer Form — Nitrat (NO₃⁻), Phosphat (PO₄³⁻), Kalium (K⁺) — also direkt wasserlöslich und sofort pflanzenverfügbar. Du steuerst die Gabe planbar über den EC-Wert und kannst bei Mangel oder Überschuss innerhalb von Tagen reagieren. Der Preis dafür ist weniger Puffer: pH/EC-Monitoring ist Pflicht, sonst keine Kontrolle. Auf Coco und in der Hydrokultur sind Mineral-Dünger ohnehin die einzig sinnvolle Wahl. Linien wie CANNA (Terra/Coco/Aqua) oder Hesi spielen hier ihre Stärke aus.
Welcher Weg passt, hängt vor allem am Substrat und an deiner Erfahrung. Genau das klären wir mit dir vor Ort — ehrlich, im 4-Augen-Prinzip und ohne dir die teuerste Flasche aufzuschwatzen.



















